Räume, Dimensionen, Weltmodelle

„Räume, Dimensionen, Weltmodelle“, Jochen Kirchhoff

Hier meine Rezension (von 2018) bei Amazon:

Das Buch war das erste Werk aus Jochen Kirchhoffs Tetralogie, das ich nach längerer Lektüreabstinenz – was seine Äußerungen betrifft – in die Hände bekam. Ich habe eine Weile gebraucht, um mich in die Art des Denkens und der grundsätzlichen Fragestellungen hineinzuversetzen; dennoch hat mich das Buch schon beim ersten Lesen fasziniert. Mein Grundgefühl, dass die Naturwissenschaften keineswegs den ‚Weltenbau‘ vernünftig widerspiegeln, fühlte sich angesprochen.
Später habe ich mich dann durch die Lektüre angeregt gefühlt, den Status Quo der heutigen Physik und Kosmologie nochmals deutlicher zur Kenntnis zu nehmen, zugegeben: als Physik-Laie. Kirchhoffs Buch kann meiner Meinung nach eine wertvolle Hilfe sein, um sich als ‚Nichtsachverständiger‘ an die Behauptungen der Mainstream-Wissenschaft heranzuwagen – und sie zu durchschauen in ihrer Dürftigkeit (z.B. Urknall-Hypothese).
‚Räume, Dimensionen, Weltmodelle‘ stellt nicht nur Ergebnisse und Prämissen der Physik/moderenen Kosmologie in Frage sondern stellt sich selbstbewusst selbst wichtigen Themen von einem naturphilosophischen Standpunkt aus. Es geht also nicht nur um Grundlagenkritik sondern auch um das Umkreisen alternativer Antworten auf Fragen wie ‚Was ist Gravitation‘, ‚Was ist Bewegung der Gestirne eigentlich‘, ‚Was ist Raum‘ u.a.
Deutlich wird in jedem Fall, dass die Subjektblindheit der modernen Naturwissenschaften unbedingt ausgeräumt werden muss, um ein lebendiges Verständnis des Weltgeschehens zu verankern.
Eigentlich habe ich durch das Buch wieder zur Naturphilosophie gefunden, denn Jochen Kirchhoff macht als Autor auch deutlich, wie weitreichend echte Philosophie sein kann und dass wir ihre Orientierung auch bitter nötig haben – sowohl für das Verständnis des Menschen im Weltganzen als auch für die Leitung der Naturwissenschaften (in vernünftige Bahnen).

Einige Überschriften aus dem Buch:

42 Basisfragen zur Kosmologie (und Psycho-Kosmologie)
Perspektivismus – Die Welt als Täuschung ?
Physik als Droge und Destillation der Wirklichkeit
Subjektblindheit – Die Fiktion der menschenlosen Welt
30 Fragen zur Schwere, die die herrschende Physik überfordern
Gravitation als Feldwirkung und Bewusstsein
Das Rätsel der Bewegung – Phänomenologie und Kausalität
Radialenergie und Weltseele
Nachtrag zur Neuausgabe – Von der Bewohnbarkeit der Gestirne

Eine gute Conclusio rundet das Werk ab und stellt die Hauptgedanken Jochen Kirchhoffs zusammen.
Die meisten Abschnitte kann man auch gut einzeln lesen, sozusagen als eigene Artikel, denn die Lektüre fordert den Leser schon heraus.
Auch Naturwissenschaftler sollten das Werk ruhig zur Hand nehmen, vielleicht um das eigene Denken doch einer Grundlagenkritik zu unterziehen. Jochen Kirchhoffs Denken ist ganz sicher radikal im besten Sinne, auf einem hohen intellektuellen Niveau und schöpft aus profunder Sachkenntnis.
Seinem Anspruch, Impulse für eine ‚andere Naturwissenschaft‘ zu geben, wird er gerecht.

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Hier die in der Rezension angesprochene Conclusio, die man sich ‚auf der Zunge zergehen lassen sollte‘ – eine Art „naturphilosophischer Thesenanschlag“ mit großer Durchschlagskraft, geeignet als Basispapier einer echten Diskussion der Grundlagen der Physik und ihrer Ausdeutung sowie Rückbindung in ein sinnvolles und daher lebendiges Subjekt-Objekt-Gefüge:

Jochen Kirchhoff – Räume, Dimensionen, Weltmodelle, Schluss 

Natürlich ersetzt die Conclusio nicht die intensive Lektüre dieses einmaligen Werkes, das nicht nur kosmischen Atem spüren lässt, sondern eben auch den Kenntnisreichtum des Autors Jochen Kirchhoff in Sachen ‚moderne Theoriebidlung‘, Wissenschaftsgeschichte und metaphysische Voraussetzungen bemerken lässt.